DZKJ Mission:

Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Über uns

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)

Kindheit und Jugend sind zentrale Entwicklungsabschnitte im Leben eines Menschen. In dieser Zeit werden grundlegende Weichen gestellt, die die Gesundheit des gesamten Lebens beeinflussen. Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche in jeder Entwicklungsphase eine dem aktuellen Forschungsstand entsprechende, bestmögliche Krankheitserkennung und medizinische Versorgung erhalten.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig:

  • Altersspezifische Entwicklungen und Risiken zu kennen und zu berücksichtigen
  • Krankheitsmechanismen zu verstehen
  • Krankheiten frühzeitig zu diagnostizieren
  • Neue Therapien zu entwickeln
  • Gesundheitlichen Einschränkungen wirkungsvoll vorzubeugen.


Die Gründung des DZKJ unterstützt nachhaltig die multidisziplinäre nationale und internationale Gesundheitsforschung zum Wohle erkrankter Kinder und Jugendlicher.

Offene Stellen

Das DZKJ sucht folgende Positionen:

Wiss. Koordinator / Forschungsmanagement (m/w/d)

Universität Leipzig
Bewerbungsfrist: 30.06.2024

Wissenschaftlicher Projektkoordinator (m/w/d)

Universität Leipzig
Bewerbungsfrist: 30.06.2024

Standorte

Standorte des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit

Nach mehr als zehnjähriger Planungs- und Entwicklungsphase im Dialog zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und weiteren Fachgesellschaften erfolgte im Juli 2020 die BMBF Ausschreibung zur Förderung der Konzeptentwicklung zum Aufbau des Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit.

Aus insgesamt 23 Standortbewerbungen wurden im März 2021 in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren auf Grundlage von Empfehlungen eines internationalen Expertengremiums die sieben Standorte Berlin, Göttingen, Greifswald/Rostock, Hamburg, Leipzig/Dresden, München und Ulm ausgewählt. Die einzelnen Standorte setzen sich aus Universitäten, Universitätskliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Max-Planck-Institute, Helmholtz-Institute u.a.) zusammen. Die sieben Standorte sind regional, deutschlandweit sowie international eng miteinander vernetzt. In den letzten Monaten haben sie gemeinsam ein Forschungsprogramm für das DZKJ entwickelt, das sich derzeit in der internationalen Begutachtung befindet. 

Greifswald/Rostock

GREIFSWALD / ROSTOCK

Der Standort Greifswald/Rostock besitzt
eine besondere Expertise in Community
Medicine, psychosoziale und mentale Gesundheit,
sowie Kompetenzen in Telemedizin und eHealth.

Hamburg
HAMBURG

Der Schwerpunkt des DZKJ-Standortes
Hamburg liegt in der Erforschung
seltener genetischer Erkrankungen.

Berlin
BERLIN

Der Standort Berlin besitzt eine
besondere Expertise in seltenen genetischen
sowie chronisch-entzündlichen Erkrankungen,
und der Untersuchung früher Determinanten
für eine
gesunde Entwicklung und
die Entstehung von Krankheiten.

Göttingen
GÖTTINGEN

Der Göttinger Standort besitzt eine
besondere Expertise in den
Neurowissenschaften.

Leipzig/Dresden
LEIPZIG / DRESDEN

Der Standort Leipzig/Dresden steht
für Expertise in den Bereichen
Epidemiologie, Umweltforschung, Immunologie,
Infektionskrankheiten, Adipositas und
psychische Gesundheit.

Ulm
ULM

Der Standort Ulm fokussiert auf
Metabolismus, Hormone und Adipositas,
normale und gestörte Entwicklung des
Immunsystems, sowie psychische Störungen
und ihre immunometabolische Basis.

München
MÜNCHEN

Der Münchner Standort bringt seine
Expertise in Immunologie und Metabolismus,
Computerwissenschaften sowie der Zell-
und Gentherapie ein.

Ansprechpartner

Ansprechpartner der Standorte des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit

Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit

In einem translationalen Forschungsansatz verzahnt das DZKJ Grundlagenforschung, klinische Forschung und klinische Anwendung bis hin zur personalisierten Therapie und Prävention. Kernelement der gemeinsamen Forschungsstrategie ist die Bündelung vorhandener klinischer Kompetenzen und wissenschaftlicher Expertise bei einer gleichzeitigen engen Vernetzung der Forschungsinfrastrukturen.

Das Forschungsprogramm des DZKJ wird Projekte zu folgenden Themen bearbeiten: gesunde Entwicklung, genetische und pathophysiologische Aspekte von seltenen und häufigen Erkrankungen, Prädisposition und vulnerable Phasen der Krankheitsentstehung, neue diagnostische Verfahren, neue Therapieansätze, Präventionsmaßnahmen. Dazu wurden sieben zentrale DZKJ-Forschungsschwerpunkte ausgewählt, die jeweils von zwei Standorten koordiniert werden.

Ein wesentlicher Aspekt der Pädiatrie stellt die Diagnose und Behandlung seltener Erkrankungen dar – dieser schließt auch bislang nicht diagnostizierte Erkrankungen mit einer wahrscheinlich genetischen Ursache mit ein. Geplant ist der Aufbau eines Entwicklungsprogramms, das von grundlegenden molekularbiologischen Diagnoseverfahren über die Aufklärung von Krankheitsmechanismen bis hin zu zielgerichteten Behandlungsoptionen für spezifische seltene Erkrankungen und Erkrankungsgruppen reicht.

Die Aufklärung von Prozessen, die grundlegend für die Entwicklung eines gesunden Immunsystem sind, die Analyse der Antwort des Immunsystems auf Krankheitserreger sowie die Untersuchung von Störungen bei genetisch bedingten Immundefekten ermöglichten ein eingehendes Verständnis der beteiligten Gene und Stoffwechselwege. Dies liefert die Grundlage für ein besseres Verständnis von häufigen Erkrankungen des Immunsystems sowie die Entwicklung einer klinischen Präzisionsmedizin in Diagnostik, Therapie und Prävention.

Ein verbessertes Verständnis molekularer, struktureller und funktioneller Netzwerke im zentralen Nervensystem (ZNS) wird dazu beitragen, Schlüsselfaktoren zu identifizieren, die für eine gesunde Entwicklung und die Entstehung neurologischer Erkrankungen wichtig sind. Da das ZNS über komplexe Interaktionen mit allen Organsystemen des menschlichen Körpers verbunden ist, wird auch der Einfluss des ZNS auf nicht-neurologische Erkrankungen und umgekehrt betrachtet werden. Im Fokus stehen neue ZNS-spezifische und organübergreifende Diagnose- und Behandlungsmethoden. Auf diese Weise sollen ZNS-Schäden frühzeitig erkannt und somit gestoppt, repariert oder verhindert werden, um lebenslangen Residualsymptomen und Behinderungen vorzubeugen.

Sich frühzeitig manifestierende metabolische Störungen und starkes Übergewicht bedeuten für die Betroffenen auf lange Sicht große gesundheitliche Einschränkungen. Die Erforschung der zugrundeliegenden Ursachen und der molekularen Mechanismen ermöglicht die Entwicklung neuer therapeutischer Interventionsstrategien und gezielter Präventionsmaßnahmen. Dies beinhaltet, Adipositas als Multisystemerkrankung zu verstehen: Es kommt zu Wechselwirkungen mit anderen Organsystemen, insbesondere mit dem Immunsystem, den neuroregulatorischen Kreisläufen, dem Fettgewebe und dem Stoffwechsel. Evidenzbasierte Behandlungsansätze und deren Standardisierung in der pädiatrischen Versorgung sollen entwickelt und gefördert werden.

Eine Vielzahl innerer und äußerer Einflüsse steuert die normale Kindesentwicklung und wirkt sich auch auf die Suszeptibilität gegenüber Krankheiten und Entwicklungsstörungen aus. Der Schwerpunkt beschäftigt sich mit den Einflüssen dieses „Exposoms“ auf den gesamten Organismus. Hierbei werden wir die Gesundheitsrisiken, die sich aus dem Zusammenspiel von Veranlagung und unserer sich verändernden Umwelt ergeben, sowie Risiko- und Resilienzfaktoren identifizieren und Mechanismen entschlüsseln, die der Entstehung von Volkskrankheiten mit Ursprung in der Kindheit zugrunde liegen.

Die gemeinsame Forschungsplattform mit dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) befasst sich mit zentralen Fragen der psychischen Gesundheit bei somatisch Kranken sowie mit somatischen Krankheiten bei psychisch kranken Patienten. Der Schwerpunkt des DZKJ liegt dabei auf psychosozialen und psychischen Aspekten bei somatischen Erkrankungen. Das Programm hat weitreichende Interaktionen mit zentralen Forschungsbereichen des DZKJ und DZPG, wie beispielsweise ZNS-Entwicklung, Immunmetabolismus und Community medicine.

Community medicine umfasst ein Forschungs-Kontinuum, angefangen bei epidemiologischen Fragestellungen (Untersuchung von Morbidität, Risiko- und Schutzfaktoren), versorgungsepidemiologischen Analysen (z.B. Versorgungsbedarfe, Inanspruchnahme, Zugang zur Versorgung), Entwicklung von innovativen Versorgungs- und Präventionskonzepten sowie die Implementation der Konzepte in versorgungsnahe Settings und den Transfer in die klinische Praxis und Regelversorgung. Das Forschungsprogramm Community medicine betrachtet zusätzlich Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Teilhabe und bezieht hier patientenrelevante Endpunkte sowie psychosoziale und sozioökonomische Parameter mit ein.

Über unsere Akademie

DZKJ-Akademie

Ein zentrales Anliegen des DZKJ ist die Förderung exzellenter Nachwuchskräfte im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit. Dazu werden in der DZKJ-Akademie vielfältige Programme für Wissenschaftler und Mediziner gebündelt und der Austausch zwischen den Einrichtungen zur Karriereentwicklung und zur Unterstützung der Forschungsprogramme gefördert.

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