Prof. Dr. Dagmar Krefting, Direktorin des Instituts für Medizinische Informatik an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Principal Investigator (PI) im DZKJ, wurde mit dem Deutschen Schlafpreis 2026 der Deutschen Stiftung Schlaf in der Kategorie „Wissenschaft & Innovation“ ausgezeichnet. Gewürdigt wird damit ihre Leitung des Verbundprojekts „Somnolink“, das sich mit der Erforschung der obstruktiven Schlafapnoe beschäftigt – einer Schlafstörung, die durch wiederholte Atemaussetzer gekennzeichnet ist. Den mit 1.500 Euro dotierten Preis teilt sie sich mit Prof. Dr. Christoph Schöbel, Schlafmediziner an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und stellvertretender Projektkoordinator. Die Preisverleihung fand am 20. März 2026 in Berlin statt.
Das Kooperationsprojekt „Somnolink“, das im Frühjahr 2024 gestartet ist, vereint Medizininformatiker:innen und Schlafmediziner:innen an insgesamt neun universitären Standorten in Deutschland. Ziel ist es, erstmals umfangreiche Schlafdaten systematisch zu vernetzen. Auf dieser Grundlage sollen Vorhersage, Diagnose und Therapie der obstruktiven Schlafapnoe verbessert, Behandlungen individueller gestaltet und Therapieabbrüche reduziert werden. Da die Erkrankung häufig unerkannt bleibt, birgt sie erhebliche Risiken: Neben Symptomen wie Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen kann sie langfristig auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
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